Sonntag, 20. Mai 2018

Pfarrer Ernst Sieber

Nachdem Billy Graham (ein baptistischer Prediger) in diesem Jahr gestorben ist, ist auch Pfarrer Ernst Sieber (ein evangelisch-reformierter Pfarrer) am 19.5.2018 gestorben.

Während Billy Graham ein Evangelist war, war Ernst Sieber ein Hirte und als Pfarrer ein dienender Diakon (Diakon bedeutet ja Diener), der die Liebe von Jesus Christus als die Ausbreitung des Reiches Gottes verstand. Daraus entstanden die Sozialwerke Sieber und noch vieles mehr.

Ernst Sieber war ein Bauernknecht, der nachträglich die Matur machte und dann Theologie studierte. Laut Wickipedia wurde er 1956 zum reformierten Pfarrer ordiniert. 1988 - 1992 war er Dekan. 1992 wurde er pensioniert. 1991 bis 1995 war er für die EVP (Evangelische Volkspartei) Nationalrat der Eidgenossenschaft (= Schweiz).

Frau Sonja Sieber-Vasalli war seine Ehefrau. Sie war Opernsängerin, wie ich heute erfuhr. Bisher dachte ich immer, sie sei eine Tänzerin gewesen. Sie hatten vier leibliche Kinder und vier weitere Kinder aufgenommen. Da Pfarrer Sieber sehr menschlich war, war seine Stärke. Die Buchhaltung war vermutlich weniger seine Stärke, daher hätte sein oder seine Sozialwerke Anfang des 21. Jahrhundert beinahe Konkurs anmelden sollen. Eine Anonyme Spende rettete die Werke unter gewissen Bedingungen, u.a. dass Pfarrer Sieber nicht mehr im Stirftungsrat war. Doch die Seele der Sozialwerke war Pfarrer Sieber immer noch, weil er von Christus ergriffen war. Ich hörte ihn vor vielen Jahren bei einem Anlass von Campus für Christus, an einer Explo. Es beeindruckte mich, wie er auswendig - nein vielmehr aus dem Herz wie die Franzosen sagen - 1. Korinther 13 zitierte. Er war durchdrungen von der Lieben von Christus und liebte es daher in gesunder Gemeinschaft dies auszuleben. Er selber bekam dadurch soviel. 

Er sah manchmal wie ein Hirte aus - andere sagen wie ein Clochard, die er wertschätzte. Er sprach davon, dass das Sieberchen sich auf Augenhöhe mit ihnen trifft. Zu alledem war er auch eine Einmann-Schau, der gute Unterhaltung bot. In einfachsten und klaren Worten, konnte er die Liebe von Christus klar verkünden. Der gekreuztigte, auferstandene, heute noch lebende Herr Jesus Christus. 

Lieder fand ich eine Predigt von ihm nicht im Netz. Es ist schon lange her. Da hatte er ein Stück Holz, dass er zu einem Kreuz machte...

Hier einige interessante Sendungen über ihn. Teilweise sind sie auf Züridütsch, d.h. Zürcher Deutsch (oder Schweizer Deutsch). 

Zuerst aber ein Interview von ICF auf Schriftdeutsch.

Hier Pfarrer Sieber mit seiner Frau. Er liebte sein Frau. Die Frau wegt auf diese Frage ab und bemerkt, dass jahrelang unzuverlässig zum Abendessen kam ... und sie streiten. Pfarrer Sieber: Liebe muss gezankt haben. (authentisch, firsch und echt.) 

Hier ein alter Bericht über seine soziale Einsätze. Ein Geschäftsmann berichtet, wie er sich für die Obdachlosen einsetzte. Danach spricht Pfarrer Ernst Sieber kurz und klar. Man merkt, wie konkret er in einem Punkter für 200 Obdachlose die Ausstattung organisieren will. Dazu gehört auch ein Klavier. Die Schlafgelegenheit sind sehr bescheiden. Aber trotzd der Bescheidenheit will Pfarrer Sieber eine Heimat für die Obdachlosen schaffen. Damals war er noch sehr jung.




Wheinachten - Was ist der Mensch?   

Sie suchen überall. Die Not. Verloren.

Es steht doch in der Bibel!

Wirtschaftsfüher:
Der Mensch in den Mittelpunkt.    Das wäre es, aber: 
Aber gemeint ist doch:                       
                                  Der Mensch als Mittel PUNKT.       Das muss ändern!!!!

                                                                Wie Zwingli sagte (Huldrych Zwingli, Reformator 
                                                                                               von Zürich)

          Er ist kein Zwingli. Sieber ist ein Zwengli.           Zwingli war schon vor Marx (viel) effektiver.

Luther fragte nach Gnade.   Zwingli fragte wie leben wir, das Volk, den Willen Gottes?
                                             Zwingli organisierte Nahrung für alle.

Sozial muss heissen, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

    Wir brauchen aber dazu Jesus: Ohne ihn geht der Wagen den falschen weg (dabei zitiert er Zwingli.)            Jeder sollte spüren: Ich bin angenommen. Ich bin dabei. Ich gehöre dazu.

Wheinachten!   Als Volk neue Wege gehen. Bei allen Nöten, Wirtschaftsproblemen, Umweltproblemen usw. 

Christus hat keine Hände. Er hat unsere Hände. Er hat unsere Lippen! 

Heute werden wir (Christen) gelesen, anderes lesen sie nicht.





Hier etwas zu seinem 90-sten Geburtstag.



Es ist unglaublich, wie lange Pfarrer Sieber treu seine Begagung einsetzte. 

Der Wert der Strassenreiniger
     Würdigung ihrer Arbeit

                          Danach geht er auch noch auf die Gottes Besen ein! Denn die Gottes Besen sind die besten Wesen. Sie wesen alles rein!            Vor der eigenen Türe wischen.

Selbstwertgefühl kommt, wenn man zu seinen eigenen Fehlern steht.

                   Das macht uns frei, frei um einander zu helfen.

                                Dankbar sein, dass gewischt wird: Auf unseren Strassen

                                Zur Gottes Ehre wischen. Sei das, was er ist: Ganz!!!
                                 (Ich würde noch anfgen: Zur Ehre Gottes ganz sein!)

Gerechtigkeit, Selbstverantwortung. Gottes Besen sind die besten Besen. Sie wischen alles rein. Das Böse wird verwesen. Und Gott wird alles in Allem sein.



Hier noch der "Blick" zum Tod von Ernst Sieber
https://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/sonja-sieber-81-ueber-den-abschied-von-ihrem-ehemann-ernst-wuerde-nicht-wollen-dass-ich-weine-id8413451.html

Hier die Schweizer Illustrierte
https://www.schweizer-illustrierte.ch/stars/schweiz/pfarrer-sieber-jetzt-spricht-sonja-sieber-spricht-ueber-den-tod-ihres-mannes

Hier die Aargauer Zeitung:
https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/witwe-von-pfarrer-sieber-91-er-hat-immer-gesagt-ich-moechte-heim-132600434#

Hier die NZZ (Neue Zürcher Zeitung)
https://www.nzz.ch/zuerich/pfarrer-sieber-ist-verstorben-ld.1387347


Freitag, 18. Mai 2018

Jan Hus (1369 - 1415)

Ich habe einen histoirschen Roman über Jan Hus erhalten. Obwohl ich normalerweise erst nach dem Lesen meine Meinung abgeben möchte, möchte ich bereits, nachdem ich auf Seite 420 von 720 angekommen bin, meinen Eindruck wiedergeben (und allenfalls später noch hier ergänzen.)

Es ist ein Roman, welcher im Fontis - Brunnen Basel erschienen ist.Geschrieben wurde es von Frau Tania Douglas (1969 - ). Eine Frau, die in Deutschland geboren ist und in Frankreich aufwuchs. 2012 zog sie mit ihrem Mann undi hrem Sohn in die Nähe des bondesees. Damit zog sie auch in die Nähe von Konstanz, wo einst Jahn Hus wegen seinen christlichen Glauben und seinen Reformversuchen verbrannt worden ist.

Auf der Hinterseite des Buches steht:

"'Jan Hus ist Europäer der ersten Stunde und ein Brandzeichen im Fell unserer Geschichte. Und Tania Douglas  eine Meisterin der Textur!' Dominik Klenk

+ 1415
Jan Hus. 
Reformer.
Wegbereiter von Martin Luther.
Überzeugt,
dass Gott allein Gnade gewährt.
Ein unbeugsamer Liebhaber
der Wahrheit und des Lebens.
Treu bis in den Tod.
Als Ketzver verurteil
auf dem Konzil in Konstanz.
ein Feuervogel wie kein Zweiter."

Was  sicherlich stimmt: Frau Tania Douglas ist als Schriftstellerin hoch begabt. Sie hat einen gewaltigen Roman geschrieben. Die Abschnitte sind spannend und wenn sie enden, möchte man oft wissen, wie es weitergeht. Doch der nächste Abschnitt behandelt dann einen anderen Schauplatz des Romans. Zeitweise kreist der Roman mehr, um das Leben einer Frau im Umfeld von Jan Hus.

Trotz dieses enormen Talentes der Autorin bin ich über das Buch enttäuscht. Zum einen, weil es Ansätze zur Situationsethik hat. Manchmal frage ich mich, ob es denn laut diesem Roman einen Grund gibt, warum Jesus Christus für meine Sünden sterben musste, denn die Guten haben ja genüged Gründe, warum sie und so gehandelt haben. Dazu gehört auch ein Ehebruch in Israel zur Zeit der Kreuzritter. Mich erinnert die Geschichte dort, an den heutigen Zeitgeist: Es gibt ein Problem und man glaubt nur die Wahl zwischen etwas ganz Schlimmen (Selbstmord und ohne Schutz am  Jordan sein) oder Ehebruch (mit dem man den Selbstmord zu verhindern glaubt  und damit auch den Schutz am Jordan erhalten kann.) Dabei gäbe es sicherlich noch vielfälltigere Lösungsansätze. Aber auch, wenn der Ehebruch begannen wurde, kann man mit den entschuldiend aufgeführten Gründen dann logischerweise keine Busse tun: Denn man hat ja Gründe, warum es vielleicht doch keine Sünde war. So kann man keine Busse tun: d.h. zu Jesus gehen und die Sünde ihm geben und vergeben lassen. Diese Sichtweise verunmgöglicht auch, mit unseren Guten Taten zu Jesus zu tun und dadurch das unzureichende am Guten zu heiligen, d.h. Busse zu tun. 
Eigentlich wird daruch  die Gnade billig: Es ist keine Gnade mehr, die man unverdient erhält. Es ist kein Erlass der gerechtfertigten und verhältnismässigen Strafe. Und damit auch kein ewiger Freispruch und liebevolle Annahme von Gott. Vielmehr glaubt man irgendwie, man habe ein Anrecht auf Annahme, weil es alles ja nicht so schlimm ist. 
Immerhin zeigt die Geschichte und das Leben der "Hauptdarstellerin", dass sie zuwenig mit Jan Hus über ihre Probleme redet. Sie steht oft nicht offen zu Wahrheit und so entstehen schlimme Folgen.
Manchmal aber verliert sich diese Frau auch in einer selbstgewählten Opferrolle, indem sie sich in ein selbstgewähltes Martyrium begibt, dass von Selbtgerechtigkeit strotzt. Dabei erden übermenschliche Aussagen getätigt. Aber es wäre viel einfacher gewesen, biblisch zu leben. (zum Beispiel Jan Hus zu heiraten. Oder die Stadwächter zu rufen usw. Allerdings habe ich mich noch zuwenig mit Jan Hus beschäftigt, um zu wissen, wie er dazu stand. Ich weiss aber, dass 100 Jahre später im aargauischen Bremgarten Heinrich Bullinger, der Vater des späteren gleichnahmigen Nachfolgers von Zwingli (= Reformator von Zürich) als Dekan (also etwas mehr als ein Priester) zwar nicht heiraten durfte, aber tatsächlich mit seiner Geliebten und seinen Kindern zusammenlebte. Für Heinrich Bullinger waren sie wie verheiratet. Das Problem war, dass die damalige Kirche diese Möglichkeit für Priester abgeschafft hatten. Die Familie seiner Geliebten war zwar nicht besonders glücklich darüber. Aber es wurde allgmeien akzeptiert. Vermutlich musste er "nur" - wie viele andere - eine Busse nach Konstanz zum Bischof zahlen und dann ging dies. Denn die LEute wussten ja noch, dass Priester eigentlich auch Männer sind, und wenn sie keine besondere Berufung für die Ehelosoigkeit haben, heiraten sollten. So sieht es zumindest die Bibel. Heinrich Bullinger verlor übrigens erst seine Stelle, als er sich zur Reformation bekannte.... Später sollte dann die gleiche Gemeinde/Stadt Bremgarten begeistert seinen reformatorischen Sohn anstellen. So sind wir Menschen...)

Was mich aber besonders getroffen hat - und die eben erwähnten Bedenken bestätigte, ist auf Seite 420 zu lesen:

"Jans Herz weitete sich, und die Liebe, die er für diese Menschen verspürte, verlieh seiner Stimme einen weichen, tiefen Klang.

'Es ist ganz einfach', erklärte er ruhig. 'Führt ein gutes, gerechtes Leben. Richtet euren Sinn in Demut und Geduld auf Jesus Christus. Dann könnt ihr darauf vertrauen, dass Gott euch an euren Verdiensten teilhaben lässt. Und wenn ihr bis zu eurem Tode in dieser Haltung ausharrt, werdet ihr vom Schöpfer selber den vollen Nachlass eurer Sünden emfpangen.'

Jan wartete ein paar Atemzüge lang. Die Menschen unter ihm warten mucksmäuschenstill. Die Königin genauso wie die Tagelöhner. Die Adeligen wie die reichen Bürger. Egal ob alt oder jung, Frau oder Mann. Er hob die hànde und segnete sie.

'Geht in Gott, meine Kinder!'"

Diese Passage, enttäuschte mich enorm. 

Ist das Evangelium? Ist das alles? 

Da hätte JEsus nicht ans Kreuz müssen. Er hätte sich von uns MEnschen nicht verspotten lassen müssen. Kein Peitschenhieb und keine Nägel durch die Hände bohren lassen müssen. Er, als Schöpfer und Gott, hätte nicht Mensch werden müssen und als verfluchter am Kreuz hängen müssen. 

Warum hing er denn da, zwischen Himmel und Erde?

Warum erlitt er als Gottes Sohn Gottesferne und hing da als Verlfluchter?

Warum musste er, das LEben, der Logos, die Logik und Vernunt, ja alles Gute sterben?

Damit wir eingutes , gerechtes LEben führen. Unddemütig und in Gedult unseren Sinn auf Jesus Christus richten? Vermutlich müsste man genauer nachfragen, was mit diesen Worten gemeint ist. Aber wenn es dann heisst: 
".., dass Gott euch an euren Verdiensten teilahben lässt." Dann ist hier von Werkgerechtigkeit die Rede. Auch wenn ich nicht weiss, was genau Jan Hus lehrte, so müsste es doch ähnlich dem sein, was Martin Luther dann hundert Jahre gelehrt hat. UND genau das prangerte Luther an: Diese selbstverliebte Selbstgerechtigkeit. Es war das, womit Martin Luther mit Erasmus von Rotterdam stritt, als Erasmus wieder zurück "kroch" und behauptete, man müsse sich unter die Bibel UND die (sichtbare) Kirche unterordnen. Luther schrieb Erasmus ganz klar, dass dies nicht christlich ist und eine neue Lehre ist: Man muss sich nur Gottes Wort, der Bibel unterordnen. Die Kirche muss an dem Wort Gottes geprüft werden. Ja die Bibel selber fordert uns dazu auf. 
Dazu gehören auch klare Galubensüberzeugungen. Luther wirft Erasmus vor, dass er die Dogmen Luthers und der Kirche angreifft und zugleich lehre Erasmus einen blinden Glauben, wie es die Bibel nie lernt.
Und aus dem kommt dann auch die Idee, dass wir Menschen (und das ist die sichtbare ja auch: Sie besteht aus Menschen unter die man sich wie unter einem Gott nicht stellen darf) uns den Menschen unterstellen sollen, weil wir wirklich absolut Gutes tun können, dass uns zum Heil brächte. Nein, Luther bekannte in seiner schriftlichen Antwort an Erasmus (s. der unfreie (oder besser: geknechtete) Wille des Menschen): Wir können uns noch so Mühe geben, aber unser Herz können wir nicht ändern. Calvin hat dann noch später an Sadolet (einem der mächtigsten römisch-katholischen Würdenträger, der zum innersten Machtbereich gehörte) klar bekannt: Dass seit Augustinus niemand mehr  pelegranisch sein kann und sich dann noch als Christ zu bezeichnen. Aber man schafft auf umwegen doch wieder das Gleiche (zum Beispiel indem man im Konzil von Trient zwar Augustinus erwähnt, aber seine genaue Formulierung nicht erwähnt, dafür aber die Idee einnimmt, Christus habe uns erlöst und gebe uns nun soviel Kraft, um gute Werke zu tun. Das klingt nun so christlich und gandenvoll, dass ich es zuerst für die Gnadenlehre hielt. Tatsächlich aber ist damit gemeint, man bekäme als Wiedergeborener von Christus seine Kraft als Vorschuss über und man könne dann unabhängig von Christus gute Werke tun. Aber das ist nicht wahr: Wir kommen seine Kraft nur im Moment über und nur wenn wir in Christus sind. Dazu gehört auch, dass wir mit unseren besten Werke zu Jesus gehen müssen und ihm die Unzulänglichkeit der guten Werke bekennen, damit er aus diesen etwas wirklich Gutes macht. Und hier könnte die Schriftstellerin auch wieder Recht haben: Wenn eine Frau, die Ehebruch begannen hat und zu Jesus geht und um Vergebung bittet (= Busse tut), DANN kann Jesus - wie mit unseren unvollkommenen guten Werken - etwas ewig Gutes machen. In diesem Fall ein neuer Mensch, eine Tochter, die aus diesem Ehebruch hervorgeht. Aber das ist ein Wunder, das Christus wirkt, dass wir nicht machen können. Aber immerhin können wir uns darauf verlassen, dass es JEsus macht, wenn wir zu ihm gehen, weil er es versprochen und weil er dafür gestorben und auferstanden ist. ABer das ist nie eine billige Gnade, sondern eine kostbare, teuere Gnade. Und es kann für den Sünder auch im realen Leben unangenehme Folgen haben, wenn es Jesus auch zum wirklich Guten wendet. Aber das ist jetzt alles sehr komplex und sprengt wohl den Rahmen. Aber es wäre schön, wenn in der christlichen Literatur diese Thematik behandlet würde, so wie es einst C.S. Lewis tat.)

Möge Gott die Begabung von Tania Douglas inskünftig nutzen, damit Gottes Gnade verkündet wird, wie es einst C. S. Lewis (und andere) mit seinen (mit ihren) Romanen tat (taten).
_____ 
29.9.18 Abschluss

Nun habe ich das Buch zu Ende gelesen. 
Wirklich: Eine sehr begabte Schriftstellerin. Sie macht aus einer realen Geschichte, wo man eigentlich weiss, dass Jan Hus am Ende verbrannt wird, eine spannende Geschichte. Leider hat sie die heimliche Liebesbeziehung und ein uneheliches Kind erfunden (, um es spannender zu machen.) Und was noch gewichtiger ist: Sie hat das Evangelium wirklich nicht ganz in seiner Tiefe verstanden.
Sie hält dann auch folgerichtig fest  (Seite 713):

"Ueber Jan Hus' Glaubenssätze kann man streiten .Eine seiner Botschaften aber, die er der Nachwelt hinerliess, bleibt auf ewig gültig: die Forderung, als freier Mensch mit einem freien Willen seine freie Meinung aussprechen zu dürfen.
Auch sechshundert Jahre später wird diese Forderung in weiten Teilen der Welt missachtet."

Sie hat im Epilog (Seite 709) auch ein Brief von Jan Hus hinterlassen, den ich hier wiedergeben möchte:

"An die Freunde in Böhmen

Getreue und in Gott geliebte Herren und Frauen, Reiche und Arme!

Ich bitte und ermahne Euch: Seid Gott gehorsam, preist sein Wort, hört und erfüllt es gern! Ich bitte euch, haltet fest an der Wahrheit Gottes, die ich aus Gottes Gesetz geschrieben und aus den worten der Heiligen gepredigt und geschrieben habe! (...)

Ich bitte, dass die Priester gute Sitten lieben und preisen und sie ehren (...) Ich bitte die Herren, ihre Armen gnädig zu behandeln und gerecht zu führen. Ich bitte die Bürger, ihre Geschäfte rechtsschaffen zu betreiben. Ich bitte die Handwerker, ihr Werk getreulich zu tun unddavon zu leben. Ich bitte die Knrechte, dass sie ihren Herren und Frauen treu dienen. Ich bitte die Magister, selber rechtsschaffen zu leben und ihre Schüler treu zu unterrichten, damit sie zuallererst Gott leiben und zu seinem Lobe, zum Nutzen der Gemeinde und zu ihrem eigenen Heile lernen, nicht aber aus Habgier oder weltlicher Ehrsucht. Ich bitte die Studenten sowie die anderen Schüler, in allem Guten ihren Lehrern zu gehorchen und nachzufolgen, fleissig zu Gottes Lob, zum eigenen Heil und zum Heile der anderen Menschen zu lernen.

Ich bitte euch alle zusammen, dass ihr den Herren (...) von Duba und von Clum) euren Dank abstattet und ihrer Fürsorge dankbar seid, dass sie als Gottes tapfere Bechützer und Beistände der Wahrheit oftmals dem ganzen Konzil widerstanden und mit Beweis und Erwiderung für meine Befreiung gekämpft haben. (...) Glaubt ihnen, was sie berichten werden: Denn sie waren dabei, als ich mich mehrere Tage lang vor dem Konzil verantwortete! Sie wissen, welche Böhmen gegen mich standen und wie viele und wie unwürdige Beschuldigungen man gegen mich vorgebracht hat, wie die ganze Versammlung gegen mich schrie und wie ich beantwortet habe, wonach man mich fragte. (...)

Diesen Brief habe ich euch im Kerker geschrieben, in Ketten, morgen das Todesurteil erwartend und doch in völliger Hoffnung zu Gott, dass ich Gottes Wahrheit nicht preisgeben und die Irrtümer nicht abschwören werde, die falsche Zeugen gegen mich bezeugt haben. (...)

Auch bitte ich besonders euch, ihr Prager: Behaltet Bethlem lieb, solange Gott dort die Predigt seines Wortes gewährt! (...) Ich hoffe zu Gott dem Herrn, er werde diese Stätte nach seinem Willen erhalten und dort durch andere Prediger als durch mich Unzulänglichen einen grösseren Nutzen geben.

Ferner bitte ich: Liebt einander! Gebt nicht zu, dass die guten Leute durch Gewalt bedrängt werden, und gönnt jedermann die Wahrheit!

Brief von Jan Hus, gechrieben den 10. Juni 1415"

Freitag, 11. Mai 2018

Ruth Merckle

Frau Ruth Merckle ist am 30. April 2018 nach ihrem 81. Geburtstag verstorben.

Ihre Familie gehörte laut den Medien zu den 10 reichsten Familien Deutschlands. Ihr Mann Adolf Merckle gründete aus kleinen Anfängen einen Weltkonzern (u.a. gehörte dazu Ratiopharm). Zuletzt hatten sie 100'000 Mitarbeiter.

Bei dem allem blieben sie bescheiden. So fuhr Adolf Merckle, der Ehemann von Frau Ruth Merckle, zum Beispiel einen alten  Mercedes. In ihren Betrieben herrschte eine vorbildliche Betriebskultur. Dazu ein Beispiel: Mütter mit ihrem ersten Kind konnten bis 6 Jahre sich ihrem Kind ganz widmen. Für Problemfälle gab es Betriebsseelsorger.

Was war ihr Gehemnis? IdeaSpektur, 19.2018, schreibt dazu, dass sie eine Pietistin wie im Bilderbuch gewesen sei . Wer den Nachruf liest, spürt, dass hier christliche Werte ganz konkret in einem Weltkonzern umgesetzt wurden. Es ist das Gegenteil, was wir sonst in unserer Kultur spüren: Der Rückgang der jüdisch-christlichen  Werte. Die Reduktion des Menschen auf eine Maschine, auf ein Produktionsfaktor und die Kundschaft auf eine Reduktion auf eine Statistik. Und selbst unter vielen Christen spüre ich diese "Materialisierung" der Weltsicht. Gerade letzten Sonntag sprach ich mit einem Aeltesten - also einem Leiter einer kleinen Freikirche - darüber, wie die Wirtschaft immer härter wird. Es soll ja sogar Manager geben, die nehmen Drogen, damit sie noch mithalten können. Früher war es in der Schweiz üblich, dass grosse Betriebe einen gewissen Prozentsatz an schwachen Mitarbeiter anstellten. In meinen jüngeren Jahren erlebte ich, wie die Banken diese schwächeren Mitarbeiter ganz bewusst entliessen, um die Rendite zu erhöhen. Auch andere grosse Konzerne taten es ihnen gleich. Interessanterweise verloren sie dann später viel mehr durch Spekulationen - und vielleicht auch durch überhöhte Boni und Löhne? Bescheidenheit und verantwortliches Handeln wird immer mehr mit materialistischer Gewinnorientierung gewechselt. Ich kenne jemand, der wurde in diesem Jahr 2018 angedroht, dass sie nach ihrer Kur entlassen würde, wenn sie noch einmal krank würde, weil sie seit 2017 immer wieder krank wurde. Kann man sich vorstellen, was für ein Druck auf ihr lastete, als sie in die dringend benötigte Kur ging? Und kaum zurück, bekam sie wieder sehr hohes Fieber - und der Arbeit geber kündigten ihr. Mittlerweilen  war sie nicht mehr krank geworden. Vermutlich hat die Kur ihr wirklich geholfen und vielleicht ist nun auch dieser unmenschliche Druck des "Ich darf ja nicht noch mal krank werden" weg. Aber der Arbeitgeber - übrigens ein Betrieb der Sozial-Industrie - bekam eine neue Leitung, die viel härter leitete. Meine Mutter meinte  dazu: "Sie werden ihre Strafe von Gott erhalten." 
Ich weiss, es gibt auch das Gegenteil. Ich kenne einen überzeugten Christen, deren Mitarbeiter haben seine Gutmütigkeit auch ausgenutzt. Und ich kann mir vorstellen, dass er auch strenger sein hätte dürfen: Dies hätte den Mitarbeiter auch gut getan. Er erzählte mir, wie er hörte, als einer aus seiner Krankheitszeit zurückkam und einem anderen Mitarbeiter sagte: "Nun kannst Du auch krank machen." Machtmissbrauch, Sünde und Vertrauensbruch gibt es natürlich auf beiden Seiten. Dennoch war früher das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern viel grösser. Doch ein gewisses postmodernes "Gelabere", d.h. ein liebliches Gerede, wo aber nichts dahinter steht, ausser Lieblosigkeit, nimmt eindeutig zu. Und um auf den Aeltesten zurückzukommen, er verstand diese Problematik gar nicht. Er, der selber in verantwortlicher Stellung in einem Betrieb ist,  sagt mir nur: Das muss man verstehen. Mit anderen Worten, die materialistische Gewinnmaximimerung ist die oberste Maxime für ihn. Nun hätte ich ihn fragen sollen, wie er denn die Gemeinde, d.h. die Kirche sieht? Jay E. Adams sagte treffend: Eigentlich müsste die Gemeinde nicht nur Seelsorge betreiben, sondern auch diakonisch so aktiv sein, dass kein Mitglied, wenn es arbeitslos wird, stempeln muss. Mir öffnete dies die Augen: Selbst Kaiser Iulianus Apostata (331/332 - 363), der die Christen hasste, war von der Caritas, d.h. der tätigen Liebe, gegenüber ihren Leuten und den Heiden tief beeindruckt. Er versuchte sogar - ganz im Gegensatz zum klassischen Heidentum - nicht mehr die "Lieberalitas", sondern die Caritas in seinem Heidentum durchzusetzen. Caristas bedeutet Nächstenliebe, d.h. das beste für den Nächsten erstreben, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten, während die Liberalitas eine Freigiebigkeit meint, für die man eine Gegenleistung erwaretet. 

Es stellt sich die Frage, ob wir heute noch den Unterschied wissen und wie weit die christliche Gemeinschaft dies überhaupt noch weiss und vorallem auslebt. 
 Könnte es sein, dass manche Kirchenleiter ihre Positionen mit einem materialistisch gesinnten Managerdasein verwechseln? Es ist mir klar, dass dies nicht einfach ist. Aber am Budget einer Gemeinde erkennt man sehr schnell, wie wir die Nächstenliebe umsetzen wollen. Wieviel Geld wird für die Caritas, die Nächstenliebe eingesetzt? Und Nächstenliebe ist keine Gefühlsduselei, sondern wie Paulus und Jakobus festhalten, die sichtbare Mannifestation unseres Glaubens. Ohne Liebe (Paulus), hat alles keinen Sinn. Ohne Werke der Liebe (Jakobus) ist unser Glaube tot. Das wir das aus uns nicht können und auch dafür Busse tun müssen, d.h. zu Jesus gehen müssen, versteht sich von selbst. Aber diese Manifestation müsste sich auch in unserem Gemeinde-/Kirchenbudget zeigen.

Bisher stellte ich fest, dass die Seelsorge stiefmütterlich behandelt wurde. Seelsorge müsste ein Kernterma einer jeder Kirche/Gemeinde. Man kann Johannes Calvin viel vorwerfen, aber seine Predigten waren sehr seelsorgerlich. Er konnte vom Glauben verfolgte trösten und ermutigen.  Er wusste, wie man Christen tröstete, die erlebten, wie sie alles verloren. Auch sein Umgang mit seinen Finanzen waren vorbildlich: Er förderte die Bildung und Diakonie ganz konkret, so dass er trotz gutem Gehalt kein Vermögen an seinem Lebensende hatte. (Letzteres muss nicht sein, denn aus der Rendite von Vermögen können wir dauerhaft Gutes tun. Doch die Bibel warnt uns, dann unser Vertrauen auf das Vermögen zu verwerfen, anstelle auf Jesus Christus. Denn dann würde das Geld zum Mammon, zu einem schlimmen Götzen, der uns versklavt. Dann bestimmen nicht mehr wir, was mir mit dem Geld machen, sondern das Geld, was wir zu tun haben. Jesu Botschaft war hier klar: Tut Gutes mit Euren Gaben. Wuchert mit Euren Talenten: 1. Petrus 4,10: Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der manherlei Gnade Gottes." Dazu gehören auch alle anderen Gaben Gottes: Wie Zeit, Singen, Kunst, Mitgefühl, Gabe des Dienens, Tröstens, Heilens usw.)

Frau Ruht Merckle und ihr Mann Adolf Merckle taten dies sogar als "Kapitalisten". Wieviel mehr sollten es christliche Gemeinschaften tun? Sie verstanden ihren Reichtum als Gabe Gottes, dass von Gott geliehen war, um damit Gutes zu tun. 

Das bewahrte sie nicht vor Problemen und Ueberforderungen. So hat Adolf Merckle mit 74 Jahren einen strategischen Fehler begannen - oder vielmehr Bankinstitute und Politik liessen ihn fallen. So konnte er sein Versprechen "Keiner wird entlassen!" nicht halten. Da Herr Merckle kein gewissensloser Arbeitgeber war, war das für ihn schwer. So schwer, dass er einen noch grösseren Fehler begann und sich am 5. Januar 2009 vor einen Zug warf. Der Teufel, der unseren Tod will, scheint gesiegt zu haben. Aber der Teufel hat sich auch beim Tod von Jesus Christus geirrt! Jesus kann unsere tiefste Niederlage zu einem Sieg umwandeln. Was wir sicher wissen und was dieses Leben zeigt: Manchmal können auch wir tiefgläubigen Christen in tiefe Versuchungen fallen. Martin Luther meinte dazu,  man wird  zu einem wirklich guten Theologen, indem man diese erlebt und mit der Hilfe der Gnade Gottes durchgestanden hat. So  kann man als Theologe die Gemeinde nachhaltig  ermutigen. 
Für seine Frau muss dies schlimm gewesen sein. Herr Helmut Matthies schreibt in ideaspektrum, 19.2018, dazu:

"Nachdem ich es im Radio gehört hatte, rief ich aus Mitgefühl siene Frau an. Ohne Drumherum-Gerde brachte sie den Beweggrund ihres Mannes auf den Punkt:
'Er hat halt nimmer können, obwohl das Gebet für ihn stets eine Stütze war.'

und auch dies war wahr:

"Plötzlich stand die Milliardärsfamilie vor dem Nichts."

Dazu Frau Ruht Merckle:

"Es hat mich tief gerührt, dass Nachbarn mir Kuchen vor die Tür stellten." Jahre später sollten drei ihrer Söhne Schulden zurückzahlen und Betriebe erfolgreich weiterführen. Es ist traurig, dass Herr Merckle dies nicht erleben konnte. Aber vielleicht erlebte er es ja doch in einer ganz anderen Welt. 

Gott bewahre uns in den Versuchungen und lasse sie uns als Chancen zum Besseren erleben. Zum "Glück" ist Jesus gnädig und bei ihm kommt alles Gut. Darum: lasst uns alleine auf Christus hoffen und nicht auf uns Menschen. Denn niemand von uns kann aus sich aus, so gut leben und dies alles meistern, dass er aus eigener Kraft so gut leben kann, dass wir in den Himmel kommen. Es ist immer nur 100% Geschenk und 0% unsere Leistung. Es ist immer 100% Leistung von Jesus Christus und 0% Leistung von uns. Es ist immer 100% die Liebe Gott des Vaters und 0% unser Vermögen. 

Das Gott in seiner Grosszügigkeit dann auch noch unsere guten Werke, unsere Caritas, belohnt, obwohl er uns  die guten Werke vorbereitet und geschenkt hat, ist typisch für Gott: Gott ist überschwenglich grosszügig. Und manchmal kann man dies auch an seinen Kindern erleben. Nämlich dann, wenn sie in Christus sind. Frau Ruth Merckle war davon tief beeindruckt. Daher konnte sie diese schweren Prüfungen in Christus durchstehen. Wir wissen nicht, was sie alles durchmachte. 2015 erlitt sie eine Schlaganfall und war ab dann halbseitig  gelähmt. Ich zitiere wieder:

"Sie nahm auch diesen Tiefschlag ganz aus Gottes Hand. Sie schrieb:

'Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Denn wir Christen sterben ins Zentrum des Lebens. Der Tod beendet nur unsere Zwischenstation auf Erden.'
Nach einem Abschiedsgottesdienst in der Familie starb sie in tiefem Frieden am 30. April in ihrer Wohnung in Ulm. Sie empfanddenTod als Erlösung."

Es wird interessant sein - nach meiner Auferstehung von den Toten - mit diesem Ehepaar zu reden. (Sollte Gott im Warteraum auf die Auferstehung eine Möglichkeit schon dort dazu schaffen, wäre das natürlich auch interessant. Man wird sehen, wie sich das Gott ausgedacht hat.)

Der Atheist und die Bibel: Dr. Andreas Heesemann, danach noch Dr. Albrecht Kellner

Ein interressante Lebensgeschichte, wie ein überzeugter Atheist Christus findet.



Er war überzeugt, dass es vernünftig ist, dass es keinen Gott gibt. Als er in einer skurillen Szene ein Neues Testamentt mit Psalmen erhält, findet er dies verrückt. Zugleich ist er aber erstaunt, wie fremd ihm der Geber dieses Neuen Testaments ist. Weder versteht er ihn und was er über Jesus sagt, noch versteht sein Gegenüber ihn. So verabschieden sie sich schlusssendlich und der Christ ist darüber enttäuscht. Dr. Andreas Heesemann spührt das Gleiche. Doch bei ihm ist auch das Staunen gross und er will begreiffen. (Darum wurde er wohl später auch Physiker.)

Was es für Welten gibt.    Eindrückliche Gedanken.

Er ging u.a. den  Fragen nach:

Was trägt wirklich? (gerade im Angesicht des Alters)

Wie kann ich an Jesus glauben, wenn ich nicht an seine Existenz glaube?

Auch wenn er heute Christ ist, kommen ihm heute noch die alten Gedanken des Zweifels: Ist das nicht alles Verrückt? Doch es wird weniger.

Später studierte er Physik. Dies war für einen Glauben an Gott gar nicht hinderlich. Er findet die heute populäre Idee, dass  die Wissenschaft immer mehr den Glauben verdrängt, nicht sachlich korrekt. Vielmehr staunte er über die Physik, diese neue Welt, die sich ihm da auftag. Und je tiefer er sich damit beschäftigt, umso mehr begeistert es ihn.

Er stellt fest, dass zum Menschensein drei Bereiche gehören:

Denken, Fühlen und Glauben sind für ihn drei Bereiche, die zu einem Menschen gehören.

Ein interressanter Mensch: 

Es gibt keinen Gottes Beweis und keinen Gegenbeweis. Dadurch haben wir eine Wahlmöglichkeit. Das selber ist schon göttlich. Gott können wir nicht packen.

Er besitzt Gott nicht.

Was für Einsichten.

Der Beitrag stammt vom ERF.

____ 

Dr. Albrecht Kellner ging als  Physiker umgekehrt als Dr. Andreas Heesemannvor: Er wählte Physik, um den Sinn des Daseins zu finden. Philosophie war ihm - wie die Theologie - zu spekulativ.

Die Physik enttäuschte ihn, denn die Physik beschreibt nur.

Da er mit Logik nicht weiterkam, wandte er sich dem Bewusstsein zu und damit auch dem Sinnlichen zu, um den Sinn zu finden. Er wollte nun sein Bewusstsein erweitern, mit einer indischen Pflanze. Es sei interessant gewesen. Es gab Phänomene, die ihm aber nicht weiterhalfen. 
Faktisch nahm er eine milde  Droge. Das  liess er dann, weil er in ein psychischen Labyrint landete. Die Bewusstseinsschärfung machten auch seine Defekte immer deutlich. Es sei für ihn gefährlich gewesen.

Da wandte er sich der Transmediale Medition zu. Das war ähnlich. Eigentlich war es aber noch schlimmer, weil es als etwas Natürliches sei. Nun glaubte er, im Gegensatz zur Droge, dass dies gut sei.    Eigentlich war es nur eine Phokosyierung auf sich selber.

Er ist der Ueberzeugung, dass das Nachdenken nur immer die zweite Reihe sei. Der Verstand ordnet die Erfahrung. Somit sei das Bewusstsein vorweg. Dadurch trainierte er seine Wahrnehmung: Erfahrung und dann "Nach-Denken", wie das Wort sagt. 
Er sei irgendwie vage vom Budismus und Hinduismus beeinflusst.

In Amerika liess er sich auf Gedanken eines indischstämmigen Engländers. Er war immer auf der Suche und dabei noch ganz guter Dinge. Die Amerikaner seien die fleissigeren Studierer an  der Universität. Er stieg da aus und musste sein Lebensunterhalt organisieren.
Nach einigen Misserfolgen wurde er ein erfolgreicher Sprachlehrer.
Nun konnte er sich mit der Hilfe seiner Freundin wieder einem Conceler zuwenden. (Er ging also wieder der Sinnfrage nach.) Erstaunlicherweise war dies aber ein Pastor. Christsein war nie auf seinem Radar, obwohl er aus einer evangelischen Kirche stammte. 

Auf die Frage, was denn das Wichtigste in der Bibel sei, antwortete der Pastor, dass alles Wichtig sei. Der Pastor las ihm nun aus der Bibel vor. Der Pastor war ihm nicht wichtig. Aber die Worte der Bibel waren gewaltig. Dann beschreibt er etwas, was man als Bekehrung umschreiben könnte. 

Danach verabschiedete sich. Und das war es. 

Er wusste nicht, was das war, aber es war etwas Gutes. Er bekam eine Bibel, die er lesen und einverleiben (wörtlich: essen) solle. Er verstand sie zuerst überhaupt nicht. So nach 6 bis 9 Monaten wurde es "transparent". Er hatte ja Erfahrung im lernen und lesen. Er wollte dran bleiben und es verstehen. Warum ging das so lange?
Er hatte Mühe die Bibel zu verstehen, weil er das Gelesene mit seinen Gedanken und bisherhigen Weltsicht interpredierte. Er las die Kreuzigung zum Beispiel als Allegorie und nicht als historisches Geschehen.
Er begann es zu verstehen, als er direkt auf den biblischen Text schauen. (Ich glaube, dass war der indischstämmige Engländer, der generell dieses Vorgehen empfohlen hatte.)

Dadurch konnte er die erste Analyse des Neuen Testaments. Durch das er die Bibel lies, gelangte er zu einer inneren Erfahrung - also das, was er immer gesucht hatte.

Die Grundfragen wurden mittlerweilen beantwortet. Aber vieles versteht er nicht. Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich fand er kaum etwas und er hofft  einmal Antworten zu erhalten.

Jesus rede immer vom Erkennen! Das sei sehr mächtig. Und  trotzdem weiss man dies kaum. Sogar auf der Kanzel wird dies nicht gemacht.
Dabei redeten sie auch über Einstein, der ein Theist, aber kein Christ im engeren Sinne war.



Was ist das Evangelium?

Dr. Albrecht Kellner fasst dies am Schluss zusammen.


Samstag, 5. Mai 2018

Hier einfach etwas für das Gemüt.  

Dabei lässt sich gut ruhen und denken.

Mit lieben Grüssen